Atomfieber

2019, 398 Seiten

16 × 24 cm

978-3-03919-472-8

CHF 44.00

E-book

Michael Fischer

Atomfieber

Eine Geschichte der Atomenergie in der Schweiz

1969 fanden zwei prägende Ereignisse statt: Im Januar musste der Versuchsreaktor in Lucens nach einem schweren Zwischenfall stillgelegt werden. Und im September nahm das erste von vier Schweizer Atomkraftwerken in Beznau seinen Betrieb auf. 50 Jahre später steht das Land an einem völlig anderen Punkt. Ende 2019 wird das Atomkraftwerk Mühleberg abgestellt und der Bundesrat hat den langfristigen Atomausstieg beschlossen. Die anfängliche Euphorie über die saubere, sichere und fast grenzenlos verfügbare Energie ist nach vielen Kämpfen und den Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima dem politischen Pragmatismus gewichen. Die Entwicklung der Atomenergie ist ein zentrales Stück Schweizer Geschichte nach 1945. Dem Glauben an Technologie und an den wirtschaftlichen
Fortschritt standen zuerst pazifistische, dann regionalpolitische und schliesslich ökologische Bewegungen entgegen. Fundiert recherchiert bietet das Buch einen spannend geschriebenen Überblick über die Geschichte der Schweizer Atomenergie.

Michael Fischer hat Philosophie, Geschichte und Ethnologie studiert. Er arbeitete als Kulturjournalist und ist heute wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Er lebt in Bern.

Commentaires de presse

«Der Historiker Michael Fischer legt mit «Atomfieber» eine Geschichte der Atomenergie in der Schweiz vor, welche die Entwicklung von den Anfängen bis in die Gegenwart nachzeichnet, dabei in manche Dunkelkammer hinein leuchtet und heute vergessene, verdrängte oder inzwischen unverständliche Vorgänge ans Licht holt.» NZZ

«Sein Blick für Kunstwerke, die die schlimmstmöglichen Wendungen der Schweizer Atompolitik erst denkbar gemacht haben, gehört zu den Stärken des Buchs.» Tages-Anzeiger

«sehr lesenswert und zu empfehlen» Energie&Umwelt

«rasant und kompetent erzählt» BLICK

«eine gut lesbare Gesamtdarstellung» Der Bund

«Als Überblickswerk funktioniert das Buch bestens.» Tages-Anzeiger