Wilhelm Tell, Import – Export

2016

20 sw Abb.

E-Book als epub

978-3-03919-915-0

Printausgabe

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Michael Blatter, Valentin Groebner

Wilhelm Tell, Import – Export

Ein Held unterwegs

Wilhelm Tell ist ein Freiheitskämpfer. Aber er ist immer im Auftrag unterwegs – im Auftrag derjenigen, die von ihm erzählen. Im 13. Jahrhundert taucht er am nördlichen Rand Europas auf, 1470 erscheint er erstmals in der Schweiz, im «Weissen Buch von Sarnen». Über die Jahrhunderte verschlägt es ihn an die verschiedensten Orte, von Luzern bis Boston, Ägypten und Manila. Michael Blatter und Valentin Groebner folgen dem Mann mit der Armbrust auf seinen Streifzügen. Sie berichten von Tells Auftraggebern, die seine Geschichte für ihre Zwecke immer wieder neu und anders präsentiert, umgeschrieben und nachgespielt haben; und sie zeichnen nach, wie der Rebell kritisiert, in Erz gegossen, totgeschwiegen und verbrannt wurde. Ein historischer Essay mit überraschenden Bezügen zur Gegenwart – und ohne den bitteren Ernst, der Geschichten nationaler Gründerfiguren so oft eigen ist.

Pressestimmen

«Nicht, dass es an Büchern über Tell fehlte. Doch längst nicht jedes ist so kurzweilig wie das neuste aus der Feder des Luzerner Geschichtsprofessors Valentin Groebner sowie von Michael Blatter, Stadtarchivar in Sursee. In eleganter Sprache und gerne mit einem Augenzwinkern zeichnen beide Autoren die offenkundig faszinierende Geschichte des Apfelschusses und ihrer politischen Indienstnahmen nach.» NZZ Geschichte

«Dieser Geschichte folgen die Historiker Michael Blatter und Valentin Groebner mit grossem Spürsinn und unterschwelliger Ironie.» St. Galler Tagblatt

«In seinem jüngsten Buch, das mit Michael Blatter entstand, beschreibt Groebner, wie Wilhelm Tell instrumentalisiert wurde – von der ersten Erwähnung im 15. Jahrhundert bis zu den palästinensischen Terroristen, die 1969 in Zürich ein El-Al-Flugzeug beschossen und sich auf Tell beriefen.» Tages-Anzeiger

«Blatters und Groebners ‹Import-Export›-Geschichte, die die Leser en passant kundig und leichtfüssig in die Gepflogenheiten der (vormodernen) Geschichtsschreibung einführt, fügt solch einzelne Episoden aber zu einem bunten Panorama. Wenn ‹Tell› letztlich einfach ‹eine gute Geschichte› ist, wird deren Geschichte hier einfach gut erzählt.» Bücher am Sonntag

«Blatter und Groebner verfolgen die Spur der Tell-Geschichten. Sie erklären - im wörtlichen und besten Sinne - lehrbuchmässig, was diese über die Jahrhunderte so unwiderstehlich gemacht hat.» Surseer Woche

«Mit Analogien, Aktualitätsbezügen und einer sehr bildhaften Sprache erläutern Groebner und Blatter die komplexen politischen Verhältnisse in der spätmittelalterlichen Eidgenossenschaft.» H-Soz-Kult

«Das schmale Büchlein von knapp 150 Seiten kommt leichtfüssig, umgangssprachlich, in kurze Kapitel unterteilt daher. Die Nähe zur mündlichen Erzählung ist bewusst, die Geschichte von Wilhelm Tell wird gut erzählt. (…) Hübsch präsentiert, nimmt das Buch die Schwellenangst vor der Frühgeschichte der Schweiz. In Wirklichkeit bergen die Deckel eine komplizierte, wissenschaftlich aufgearbeitete Darstellung vom Ursprung der Eidgenossenschaft sowie ein Stück zum Teil sehr unbequeme Schweizer Geschichte bis heute.» Schweizerisches Archiv für Volkskunde

«Mitreissend und effektvoll konstruiert, erzählen die Autoren eine widerspenstige Geschichte, die in Untiefen führt und dabei zugleich weit über die Titelfigur hinaus Bedenkenswertes zum interessegeleiteten Umgang mit Geschichte vermittelt. Und erst wenn man den schmalen Band aus der Hand legt, fällt einem auf, dass eine Frage eigentlich gar keine Rolle mehr spielt – ob es ihn denn nun eigentlich wirklich gegeben haben könnte ...» Schweizerische Zeitschrift für Geschichte

«Nimmt die Schwellenangst vor der Frühgeschichte der Schweiz.» Schweizerisches Archiv für Volkskunde

«Kurzweilig» NZZ Geschichte

«Bedenkenswertes zum inter-essegeleiteten Umgang mit Geschichte» Schweizerische Zeitschrift für Geschichte