Schweizer Wirtschaftseliten 1910–2010

2017, 186 Seiten

21 Grafiken und Tabellen

Ebook als epub

978-3-03919-932-7

Printausgabe

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André Mach, Thomas David, Stéphanie Ginalski

Schweizer Wirtschaftseliten 1910–2010

Männlich, bürgerliche Herkunft, Akademiker, Milizoffizier, freisinnig: Schweizer Wirtschaftsführer bilden im 20. Jahrhundert eine sozial homogene Gruppe. Der Zugang zu Machtpositionen bleibt bis in die 1980er-Jahre exklusiv. Erst in der Folgezeit internationalisieren sich die Konzernspitzen, das «kosmopolitische Kapital» global erfahrener Manager gewinnt gegenüber alten Seilschaften an Bedeutung. Der für die Schweiz typische Zusammenhalt von wirtschaftlichen, politischen und administrativen Eliten bekommt Risse. Basierend auf biografischen Daten von über 20 000 Personen zeichnen die Autoren das Bild einer Wirtschaftselite im Umbruch. Die systematische Analyse der Herkunft, Ausbildung und Netzwerke von Spitzenmanagern schliesst eine Lücke der Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Das Buch hinterfragt das Narrativ leistungsbasierter, sozial offener Eliten und liefert Erklärungsansätze für den heutigen Vertrauensverlust in die wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsträger.

Die Autorinnen und Autoren forschen an der Sozial- und politikwissenschaftlichen Fakultät der Universität Lausanne und haben gemeinsam das «Observatoire des élites suisses» (Obelis) mit Schwerpunkt Elitenforschung initiiert.

Pressestimmen

«Diese ‹Kollektivbiografie› belegt mithilfe von Statistiken, wie sich die Anatomie des Wirtschaftsestablishments im Lauf der Jahrzehnte grundlegend verändert hat.» Aargauer Zeitung

«Eine gründliche sozialwissenschaftliche Untersuchung, gut geschrieben und aufschlussreich. Sie gibt Auskunft darüber, wie sich dieser kleine Teil der Gesellschaft in den letzten hundert Jahren verändert hat. Das liest man mit Gewinn.» SRF2 Kultur

«Eine Studie zeigt, wie die alte Schweizer Wirtschaftselite zerfällt» Tages Anzeiger

«Liest man mit Gewinn.» SRF2 Kultur

«Eine ‹Kollektivbiografie› des Wirtschaftsestablishments» Aargauer Zeitung