moralisch defekt

2020, 247 Seiten

E-Book als epub

978-3-03919-954-9

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Lisbeth Herger

moralisch defekt

Pauline Schwarz zwischen Psychiatrie und Gefängnis

Pauline Schwarz (1918–1982) wuchs in ärmlichen Verhältnissen in der Ostschweizauf. Das Schicksal der Dienstmagd, die früh heiratete und mehrmalsMutter wurde, schien vorgezeichnet. Doch sie zeigte sich widerständig, lehntesich gegen den Willen ihrer verschiedenen Ehemänner auf und versuchte sich mitkleinen Diebstählen und Betrügereien etwas Wohlstand zu erschleichen. Gefängnisund psychiatrische Untersuchungen waren die Folge, denn ihr Verhaltenentsprach nicht dem Rollenbild jener Zeit. Im Gutachten der Zürcher KlinikBurg hölzli von 1942 wurde sie als «moralisch defekt» bezeichnet. Lisbeth Hergersichtete die ausgezeichnete Quellenlage in Form von psychiatrischen Gutachten,Gerichtsurteilen, Vormundschaftsakten und Scheidungspapieren. Packendschildert sie das Leben einer Frau aus der Unterschicht und legt den Fingerauf die patriarchalen Vorurteile von Psychiatern und Richtern.

Pressestimmen

«Hergers Rekonstruktion ermöglicht einen Blick in das getriebene Leben einer Frau aus der Unterschicht im 20. Jahrhundert. Und damit auch in ein System, das unzimperlich umging mit Anstössigen wie ihr.» Tages-Anzeiger

«Das von Lisbeth Herger akribisch recherchierte Buch zeigt eine tragisches Frauenschicksal als Beispiel einer ungerechten Gesellschaft mit einer äusserst fragwürdigen Moral über eine viel zu lange Zeit im 20. Jahrhunderts auf.» Netzwerk-Verdingt

«packend geschildert» Sozial Aktuell

«Ein Buch, das lange nachwirkt» ProgrammZeitung Basel

«akribisch recherchiert» Netzwerk-Verdingt