Als Kaufmann in Triest

2022, 160 Seiten

52 sw Abbildungen

gebunden

15.5 × 22.5 cm

978-3-03919-543-5

CHF 36.00

Max Baumann

Als Kaufmann in Triest

Gabriel Schwarz und die Schweizer Kolonie in Triest im 19. Jahrhundert Beiträge zur Aargauer Geschichte Band 20

Triest war im 19.Jahrhundert ein wichtiger Handelsplatz und für junge Schwei-zerinnen und Schweizer ein potenzieller Arbeitsort. Vielen diente die Stadt als Durchgangsstation, einige liessen sich dort als Kaufleute nieder, wie Gabriel Schwarz aus Villigen: Sein älterer Cousin Isaak engagierte ihn, und so ver-brachte der Schweizer einen grossen Teil des Lebens in Triest. Der Kontakt zu seiner Heimat riss nie ab; insgesamt 179 Briefe aus über vierzig Jahren – -davon 85 direkt aus Triest – bezeugen diesen Austausch.
Die Briefe geben Einblick in das Leben und den Beruf der Aargauer Kaufleute in Triest in Zeiten von Konjunkturen und Krisen, von Krieg und Frieden, von -geschäftlichem Erfolg, aber auch Misserfolg. Dem Autor gelingt es, anhand der Quellen nahe an den Alltag und die Personen heranzukommen. Er schreibt ein Stück wenig bekannte Aargauer und Schweizer Auswanderungsgeschichte, die nicht nach Übersee führte, sondern Teil einer mehr und mehr globalen -Wirtschaft war.

Max Baumann ist Historiker in Stilli AG und arbeitet vor allem zur Orts- und Regionalgeschichte sowie zur Geschichte der Flussgewerbe. 2012 publizierte er eine grosse Auswanderungsgeschichte bei Hier und Jetzt («Ich lebe einfach, ?aber froh»). Sein Hauptinteresse gilt dem Schicksal der breiten Bevölkerung im Wandel der Zeit.

Pressestimmen

«Die Geschichte vom Kaufmann von Triest ist spannend, auch wenn das Buch nicht als Roman konzipiert ist. Die Briefe in Kombination mit den vom Autor recherchierten historischen Quellen geben lebendige Einblicke in eine Zeit, die uns aufgrund der aktuellen Situation recht vertraut vorkommt.» Ruth Vuilleumier im seniorweb

«Der Stillemer Historiker Max Baumann legte zur frühen Globalisierung eine anschauliche Fallstudie vor. Sie macht klar, dass das untere
Aaretal in der Mitte des 19. Jahrhunderts keineswegs eine von der Welt abgeschiedene Idylle von selbstgenügsamen Bauern und Fischern war. Vielmehr verdiente damals die ländliche Oberschicht mit gewagten Devisenspekulationen und Warentermingeschäften an Finanzplätzen wie London, Marseille und Triest ein hübsches Sümmchen Geld - und verlor es auch wieder.» Rolf Tanner in der Aargauer Zeitung

«Ein Geschichtsbuch eines wissbegiereigen Menschen, das überaus lesenswert geworden ist.» General-Anzeiger

«Ein Villiger, der auszog, in der Ferne zu arbeiten.» Die Botschaft

«Aargauer Kaufmann spekulierte in Triest.» Aargauer Zeitung

«eine anschauliche Fallstudie» Aargauer Zeitung