Weder Italiener noch Deutsche!

2013, 432 Seiten

69 farbige und sw Abbildungen

gebunden

16.8 × 24 cm

978-3-03919-274-8

CHF 59.00

Rico Franc Valär

Weder Italiener noch Deutsche!

Die rätoromanische Heimatbewegung 1863-1938

Fortschrittliche Liberale wollten Ende des 19. Jahrhunderts das Rätoromanische ausrotten, das ihnen ein Hindernis für den Anschluss Graubündens an die moderne Welt schien. Als Gegenbewegung dazu entstand aus dem Kreis von Redaktoren, Lehrern, Pfarrern und Intellektuellen eine rätoromanische Spracherhaltungsbewegung, bekannt als «rätoromanische Renaissance». Das Ziel der Bewegung war die Verwendung des Rätoromanischen in Presse und Belletristik, die Förderung des Rätoromanischen in der Schule sowie das Erwecken eines rätoromanischen Selbstbehauptungswillens im Volk. Höhepunkt dieses Prozesses war 1938 die Anerkennung des Rätoromanischen als «vierte Nationalsprache».
Ein Vorkämpfer dieser Bewegung war Peider Lansel (1863–1943). Ausgehend von seinem Nachlass stellt der Autor die «rätoromanische Renaissance » in einen nationalen und internationalen Kontext: Das Motto «Weder Italiener, noch Deutsche!», während des Ersten Weltkrieges von Lansel als Leitspruch der Rätoromanen lanciert, wurde im Zuge der Geistigen Landesverteidigung zum Programm schweizerischer Selbstbehauptung.

Rico Franc Valär von Zuoz und Davos, 1981, studierte an der Universität Zürich. 2011 promovierte er mit einer Arbeit zur rätoromanischen Sprach- und Heimatbewegung. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesamt für Kultur und wohnt in Zürich. Für seine Forschungs- und Vermittlungsarbeit wurde er 2009 vom Kanton Graubünden mit einem Kulturförderpreis ausgezeichnet.

Pressestimmen

"75 Jahre Rätoromanisch als Nationalsprache: Auf rund 400 Seiten vertieft der 31-jährige Romanist die hier nur kurz angedeuteten Ereignisse auf wissenschaftliche und vor allem unterhaltsame Weise." (Sabrina Bundi, Bündner Tagblatt, 10. April 2013)

"75 Jahre nach der Abstimmung über Romanisch als vierte Landessprache blickt Rico F. Valär in seinem neuen Buch zurück auf die Bewegung, die den Weg zum Ja an der Urne ebnete." (Jano Felice Pajarola, Südostschweiz, 27. April 2013)

"Zwischen den Kriegen musste die Rätoromanen ihre Sprache stark verteidigen. Der Romanist Rico Franc Valär zeigt, wie sie für ihre Sprache sogar bis zum Status Nationalsprache kämpften." (Bündner Tagblatt, 4. Mai 2013)

"Das Buch von Rico Valär beschreibt die ereignisreiche Zeit detailreich und trotzdem auf spannende Art und Weise. Sinnvoll eingefügte historische Fotografien runden das gelungene Werk ab." (Richard Clavadetscher, St. Galler Tagblatt, 1. Oktober 2013)

"Wissenschaftlich" - "unterhaltsam" (Bündner Tagblatt)