Schweizer Schokolade

2007, 538 Seiten

18 farbige und 64 sw Abbildungen, zahlreiche Tabellen und Grafiken

gebunden

16.5 × 24 cm

978-3-03919-048-5

CHF 48.00

Roman Rossfeld

Schweizer Schokolade

Industrielle Produktion und kulturelle Konstruktion eines nationalen Symbols 1860-1920

Die Geschichte der Schokoladeindustrie in der Schweiz ist nicht nur ein spannendes Stück Industrie- und Unternehmensgeschichte. Seit mehr als 100 Jahren bildet diese Branche auch ein bedeutendes Element der nationalen Identität. Gemäss einer europaweiten Umfrage dachten 1997 fast 80 Prozent der Befragten, wenn sie das Wort Schweiz hörten, zuerst an das Klischee von einem «Land der Berge, Uhren und der Schokolade». Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte erst im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, vergleichsweise spät. Die Schweizer Schokoladeindustrie erlebte aber zwischen 1880 und 1920 einen rasanten Aufstieg. Neben wichtigen Innovationen – wie der Erfindung der Milch- und Schmelzschokolade – war die Vermarktung der Produkte ein entscheidendes Element des Erfolgs. Das Buch von Roman Rossfeld zeigt anschaulich und detailreich diese Entwicklung auf und legt damit die Grundlagen für ein wichtiges Kapitel Schweizer Industriegeschichte.

Pressestimmen

«[...] ein höchst bekömmliches Lese- und Bilderbuch.» (Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung, 13. Februar 2008)

«Die Schweiz gilt sowohl in der Selbst- als auch in der Fremdwahrnehmung noch immer als das Land der Schokolade schlechthin. Warum aber dient dieses Produkt, dessen wichtigster Rohstoff, die Kakaobohne, in tropischen Gegenden gedeiht, ausgerechnet als Symbol für ein alpines Binnenland? Und weshalb hat dieses süsse Sinnbild den Bedeutungsverlust der schweizerischen Schokoladeindustrie ohne Schaden überstanden? [...] Diese anregenden Fragen stellt der Historiker Roman Rossfeld in seiner flüssig geschriebenen, reich bebilderten Dissertation.» (Urs Hafner, NZZ, 7. Dezember 2007)

«Von breiterem Interesse ist Rossfelds Versuch, Ernährungsgeschichte als Kulturgeschichte darzustellen und die Konstruktion des nationalen Symbols Schweizer Schokolade zu erklären.» (Stefan Howald, NZZ am Sonntag, 30. Dezember 2007)

«[...] ein höchst bekömmliches Lese- und Bilderbuch.» (Süddeutsche Zeitung)