Die Schweiz im Kalten Krieg 1945-1990

2017, 420 Seiten

12 sw Abbildungen

16 × 23.5 cm

978-3-03919-390-5

CHF 44.00    in Euro

Thomas Buomberger

Die Schweiz im Kalten Krieg 1945-1990

Der Kalte Krieg zwischen der Sowjetunion und den USA prägte die Weltpolitik während fast eines halben Jahrhunderts. In der neutralen Schweiz, die fest auf der Seite des Westens stand, war dieser Krieg kälter als anderswo. Der Feind, der mit Atombomben drohte und die Schweiz kommunistisch zu unterwandern suchte, sass in Moskau. Die Folgen dieser Imagination waren: ein rabiater Antikommunismus, ein ausgreifender Staatsschutz, die allumfassende Vorbereitung auf einen Atomkrieg und die Entwicklung eigener Atomwaffen. Kaum ein anderes Land lebte den Kalten Krieg so intensiv wie die Schweiz. Thomas Buombergers Studie schildert erstmals, wie sich der Konflikt der Supermächte auf die Schweizer Politik und Gesellschaft auswirkte. Seine Mentalitätsgeschichte lässt die Stimmung der Zeit anhand vieler Beispiele aufleben und zeigt, wieso sich die Schweiz während Jahrzehnten in einem Zustand der Paranoia befand.

Thomas Buomberger ist freischaffender Historiker und Journalist. Er hat Dokumentarfilme realisiert und zahlreiche zeithistorische Publikationen verfasst, u.a. «Raubkunst – Kunstraub» (1998), «Kampf gegen unerwünschte Feinde» (2004), «Die Erb-Pleite» (2005) und «14/18 – Die Schweiz und der Grosse Krieg» (2014, Hg.). Der Autor lebt in Winterthur und Berlin.

Pressestimmen

«Buombergers Erzählung ist gut konzipiert, bewältigt eine riesige Materialmasse, ruft Haarsträubendes wieder in Erinnerung und warnt, wer auf diesen Geschichten nicht lernt, könne gezwungen werden, sie zu wiederholen.» Peter Studer

«Eine materialreiche und gut lesbare Studie, die erstmals wichtige Forschungsresultate in einer Monografie synthetisiert und in ein eingängiges Narrativ giesst.» Neue Zürcher Zeitung

«Die Schweiz im Kalten Krieg – eine anti-kommunistische Hochburg. Das neue Buch des Historikers Thomas Buomberger zeigt, wie sich die Schweizer Identität nach dem Zweiten Weltkrieg aus einer totalen Abwehrhaltung heraus entwickelte.» Tagesgespräch, Radio SRF

«Zwei Jahre lang hat der Historiker Thomas Buomberger recherchiert und liefert nun eine umfassende Darstellung über jene bleierne Zeit.» Blick

«Solche Schlaglichter verdeutlichen, dass die Schweiz mit ihrer ‹Stachelschwein-Haltung› sich während der Jahrzehnte des Kalten Kriegs in permanenter Defensive erging, aber offenliess, was derart bedingungslos – bis hin zur Selbstvernichtung – verteidigt werden sollte. Ganz so, als hätte man in der Fixierung auf den Kommunismus und der Zurückdrängung eines imaginären Feindes keine Energien mehr freigehabt, einen positiven Begriff von Leben und Kultur zu entwickeln, den es zu verteidigen gilt – was wohl bis in die heutige Zeit des ‹Stachelschwein-Nationalismus› nachwirkt. Das ist die eigentliche Denkwürdigkeit, die Thomas Buombergers starkes Buch seinen Lesern überlässt.» Tages-Anzeiger

«Der Winterthurer Historiker Thomas Buomberger beschreibt in seinem neuen Buch, warum ausgerechnet die prosperierende Schweiz zu einer Hochburg des Antikommunismus wurde und daran fast erstarrte.» Landbote

«Ein Standardwerk» Peter Studer

«Erstmals wichtige Forschungsresultate in einer Monografie synthetisiert.» Neue Zürcher Zeitung

«Die erste umfassende Studie zur Schweiz im Kalten Krieg.» Tagesgespräch, Radio SRF

«Ein starkes Buch.» Tages-Anzeiger

«Ein schlüssiges Psychogramm der Nachkriegsschweiz.» Landbote