Agrarische Religiosität

2013

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978-3-03919-884-9

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Peter Hersche

Agrarische Religiosität

Landbevölkerung und traditioneller Katholizismus in der voralpinen Schweiz 1945-1960

Das Barockzeitalter wird gemeinhin dem 17. und 18. Jahrhundert zugewiesen. Peter Hersche, ausgewiesener Kenner dieser Zeit, stellt in seinem neuen Buch über den ländlichen Katholizismus die These vor, dass die religiösen Mentalitäten und Verhaltensweisen im ländlichen Raum bis weit ins 20. Jahrhundert überdauert haben und noch eine grosse Rolle in der Gesellschaft spielten. Er untersucht dieses Phänomen beispielhaft an den zwei ländlichkatholisch geprägten Regionen Appenzell-Innerrhoden und Obwalden. Basis dieser Spurensicherung waren Interviews mit älteren Menschen, die diese Zeit noch aktiv miterlebt haben. Herausgearbeitet wird der Zusammenhang vom Untergang der althergebrachten Landwirtschaft und der traditionellen Religiosität. Er schreibt damit nicht traditionelle, an den Institutionen orientierte Kirchengeschichte, sondern eine Sozial- und Alltagsgeschichte des Religiösen im ländlichen Raum.

Peter Hersche, Prof. Dr., lehrte Geschichte an der Universität Bern und befasst sich vor allem mit der Sozial- und Kulturgeschichte des frühneuzeitlichen Katholizismus. Er ist Autor des 2006 in zweiter Auflage erschienenen Werks "Musse und Verschwendung. Europäische Gesellschaft und Kultur im Barockzeitalter" sowie von "Gelassenheit und Lebensfreude. Was wir vom Barock lernen können" (2011).

Pressestimmen

"Der Historiker Peter Hersche macht mit der Methode der oral history eine spätbarocke Mentalität bis in die Nachkriegszeit in Appenzell Innerrhoden dingfest." (Christian Jossi, Appenzeller Zeitung, 26. April 2013)

"Der Tenor des lebhaft geschriebenen Buchs ist die Wehmut. Der Autor ist der Überzeugung, dass die inzwischen untergegangene, bäuerlich-katholische Welt lebenswerter war als die heute vorherrschend, vom Protestantismus geschaffene." (Urs Hafner, NZZ, 18. Juni 2013)

"Peter Hersche hat mit seiner kultur- und sozialgeschichtlichen Studie, die an die entschwundene 'Religiöse Volkskunde' anknüpft, nach jahrelanger Vorarbeit eine Zeitanalyse gewagt, die eigentlich Pflichtlektüre an den theologischen Fakultäten und bei allen Kirchenverantwortlichen werden könnte. Das Buch ist drucktechnisch hervorragend aufgemacht und mit allen wünschenswerten Angaben in Anmerkungen, Bibliografie und Quellenverzeichnis versehen." (Iso Baumer, Schweizerische Kirchenzeitung, 31-32/2013)

"Peter Hersches Buch zeigt, dass die Aufteilung in eine gute, progressiv-liberale, protestantische Schweiz und eine reaktionäre, katholische ländliche Schweiz historische zu kurz greift. Die Geschichte war etwas komplizierter." (Bettina Dyttrich, WOZ, 20. März 2014)

"Entstanden ist ein beeindruckendes Buch, das in anschaulicher Weise das Bild einer Welt im Untergang zeichnet." (Herder Korrespondenz)

«Ein beeindruckendes Buch.» (Herder Korrespondenz)